Hagen darf nicht am Modellprojekt „FrüheHilfen“ teilnehmen

Sybille Klos-Eckermann

Seit dem 1. Januar ist ein neues Kinderschutzgesetz in Kraft.
Erstmalig und ausdrücklich fordert es die Kommunen auf, alle möglichen und nötigen Maßnahmen zur präventiven Arbeit zu installieren, besonders die der sog. „Frühen Hilfen“.
Deshalb hatte sich die Stadt Hagen mit einer vorbildlichen Konzeption um eine Teilnahme am landesweiten Modellprojekt „Kein Kind zurücklassen“ beworben. Laut Antwort der Koordinierungsstelle von Landesregierung und Bertelsmann-Stiftung im gestrigen Jugendhilfeausschuss zählt Hagen unter den 52 Bewerbungen nicht zu den 18 Teilnehmern.

Dies ist für die SPD-Fraktion zwar nicht nachvollziehbar, erfordert aber aus unserer Sicht sofortiges Reagieren. Die SPD Ratsfraktion fordert deshalb durch ihre Kinder- und Jugendpolitische Sprecherin Sybille Klos-Eckermann den Kämmerer auf, die schon lange geplanten Maßnahmen im Bereich der Prävention und der Frühen Hilfen haushaltstechnisch und mit Rückgrat gegenüber der Bezirksregierung in Arnsberg durchzusetzen und die nötigen Mittel zur Netzwerkerstellung und beispielsweise zum Einsatz der Familienhebammen bereit zu stellen. Es ist nicht erklärbar, warum Maßnahmen, die den Betroffenen Hilfe bringen und der Stadt absehbar finanziell nützen, durch die engstirnige Auslegung von Haushaltsrecht blockiert werden.

Die SPD-Fraktion ist sich einig: „Der Einsatz frühzeitiger Maßnahmen bei familiären Problemen wird langfristig die Kosten für die Erziehungshilfe im Haushalt der Stadt senken und trägt somit zur Haushaltskonsolidierung bei. Wir als SPD-Fraktion werden hier alles tun, um die Blockade gegen diese für die Betroffenen und die Stadt gleichermaßen positiven Maßnahmen aufzuheben.“

Sybille Klos-Eckermann

Kinder- und jugendpolitische Sprecherin