Christen und Muslime feiern gemeinsam Opferfest

v.l.: Kemal Öner (Ehrenvors. DTB), Jochen Marquardt (DGB-Kreisvors.), Ramazan Özkan, Nesrin Öcal (Pressesprecherin SPD Hagen), Mark Krippner (Vors. SPD-Ratsfraktion), Sükrü Budak (Vors.DTB), Giutzel Ali Oglu, Andrea Bolte (Leiterin CVJM), Kurt Ulbrich

 

Auf Einladung des Demokratisch-Türkischen Bundes e.V. Hagen feierten Vertreter der Hagener SPD um den Vorsitzenden der Hagener SPD, Mark Krippner, und die Pressesprecherin der SPD Hagen, Nesrin Öcal, am vergangenen Freitag in den Räumlichkeiten des CVJM Hagen das Opferfest. Es ist das höchste islamische Fest des Jahres und verbindet mit dem Gedanken an Abraham das religiöse Gebot, sich für Menschen in Not einzusetzen und das Opfermahl mit Bedürftigen zu teilen. Dem entsprechend trafen sich viele gut gelaunte Menschen zu einem gemeinsamen Festessen, das diesen Namen völlig uneingeschränkt verdiente.

„Der Einladung des Demokratisch-Türkischem Bund Hagen bin ich sehr gern gefolgt. Für uns Sozialdemokraten ist das Opferfest ein Anlass den richtigen Weg des gemeinsamen Dialoges mit den muslimischen Bürgerinnen und Bürgern zu bekräftigen. Das wir das Opferfest auch in diesem Jahr wiederholt in den Räumlichkeiten des Christlichen Vereines Junger Menschen gemeinsam begehen, verdeutlicht einen tollen von Respekt und Offenheit geprägten Umgang miteinander“, so Mark Krippner.

Hintergrund islamisches Opferfest:
Die Geschichte des Opferfestes ist in der Bibel und der jüdischen Tora fast identisch zu finden, daher eignet es sich für die Bekräftigung des religiösen Dialoges. Nach den Schriften bestand Prophet Abraham die göttliche Probe, seinen Sohn Ismael Gott opfern zu wollen. Als Gott diese Bereitschaft sah und Abraham Einhalt gebot, opferten Abraham und Ismael voller Dankbarkeit im Kreis von Freunden und Bedürftigen einen Widder. Auf diese Geschichte geht auch das traditionelle Schlachten von Schafen beim islamischen Kurban Bayrami zurück. Das Fleisch des Tieres wird an Verwandte, Freunde und auch Bedürftige verteilt und fördert so den Kontakt zwischen den Menschen. Diese Geste soll auch zum gegenseitigen Vergeben und zur Stärkung des Solidaritätsgefühls zu all denjenigen Menschen, die in dieser Welt hungern, beitragen. Für die Muslime ist das Opferfest Anlass, sich für eine Verbesserung der Situation der Menschen in Not einzusetzen.