Historische Chance wurde vertan

Historische Chance wurde vertan

Die schwarz-gelben Privat-vor-Staat-Koalitionäre haben mit Schützenhilfe der Grünen die historische Chance vertan, den heimischen Energieversorger ENERVIE wieder vollständig in die sichere kommunale Hand zu überführen. Stattdessen wird dem privaten Unternehmen ¬Remondis, einem Großkonzern mit massivem Gewinnstreben, ein erheblicher Einfluss auf die heimische Energieversorgung eingeräumt.

Im Sinne von Preisstabilität, Arbeitsplatzsicherung, Versorgungsicherheit und der hohen Wertschöpfung in der Region hat sich die SPD-Fraktion mit einem Ratsantrag für die Ausübung des Vorkaufsrechts durch die Stadt Hagen ausgesprochen. Wohlwissend, dass die ENERVIE im Rahmen der Energiewende zurzeit viele Herausforderungen zu bewältigen hat. Trotzdem sieht die SPD-Fraktion das Unternehmen gemeinsam mit dem Vorstand und den Mitarbeitern gut aufgestellt. Vorstandssprecher Ivo Grünhagen hat erst gestern im Rahmen der Bilanzpressekonferenz die strategische Neuausrichtung des Unternehmens erläutert und die Zukunftsfähigkeit der ENERVIE anhand der mittelfristigen Finanzplanung herausgestellt.

Vor diesem Hintergrund ist es umso unverständlicher, dass auch die Grünen mit einer Rolle rückwärts ihre politische Grundüberzeugung aufgegeben haben. Die Hagener Grünen hatten sich nach der Bekanntgabe der RWE-Verkaufsabsichten als erste für eine Rekommunalisierung ausgesprochen. Mit ihrem Abstimmungsverhalten im Rat haben sie sich nun den schwarz-gelben Privatisierern untergeordnet.

Die SPD-Fraktion wird sich in ihrer zukünftigen politischen Arbeit auch weiterhin dafür einsetzen, dass die Daseinsvorsorge für die Bürger in Hagen in kommunaler Hand bleibt.