Schließung von Sparkassenfilialen in den Stadtteilzentren

Die Sparkasse Hagen muss sich bei der angekündigten Neuausrichtung ihres Filialnetzes mit der Stadt Hagen „in einem konstruktiven Dialog“ abstimmen. Dies ist das Ergebnis eines Antrages der SPD-Fraktion in der Ratssitzung vom 28. August.
Einhergehend mit einer ersten Ankündigung des Sparkassendirektors Frank Walter, seine Sparkassenfilialstandorte auf den Prüfstein stellen zu wollen, befürchten die Genossen eine weitere Schwächung der Stadtteilzentren. Ein Gutachter soll das Filialnetz unter die Lupe nehmen.

Nicht durchsetzen konnte sich die SPD-Fraktion bei ihrer Forderung, den Verwaltungsratsmitgliedern, die der Rat der Stadt entsendet, eine „Empfehlung“ für ihre Entscheidung im Verwaltungsrat der Sparkasse mit auf den Weg zu geben. Die Jamaika-Fraktionen haben dies mit dem Vorschub angeblich rechtlicher Probleme verhindert. Für die SPD-Fraktion wird schon bei diesem einen Fall ganz deutlich, dass die von Jamaika im Wahlkampf lauthals propagierte Transparenz auf der Strecke bleibt.

„Wer sich bei solchen Entscheidungen und Einschnitten, die möglicherweise auf die Stadtteile zukommen können, lediglich hinter Paragraphen verschanzt, der kann keine zukunftsfähige Politik für die Menschen dieser Stadt machen“, kritisiert SPD-Fraktionschef Mark Krippner seinen CDU-Amtskollegen.

Wolfgang Röspel hatte in der Sitzung den Antrag der SPD kategorisch abgelehnt und seitenweise aus dem Sparkassengesetz zitiert. Eine merkwürdige Form der politischen Diskussion, die mit dem Antrag der SPD rein gar nichts zu tun hatte.
Für die SPD ist ein Wohnumfeld mit einer guten Nahversorgung entscheidend für die weitere Zukunft der Stadtteile und Nebenzentren.

Ratsherr und Architekt Jörg Meier unterstreicht: „Von daher sind die vorgesehenen Entscheidungen der Sparkasse Hagen nicht nur unter den betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten des Unternehmens sondern auch unter den Aspekten der Stadtentwicklung zu bewerten"