SPD-BV-Fraktion im Norden besucht Eckesey

Die SPD-Mitglieder im Rat der Stadt Hagen und Bezirksvertretung Nord bei ihrem Treffen in Eckesey. (v.l.n.r.: Sven Söhnchen, Andreas Kroll, Andreas Schumann, Martin Stange, Günter Mosch und Peter Timm)

Angetreten sind die Sozialdemokraten im Hagener Norden mit dem Vorhaben, auch über ihre Quartiere im politischen Tätigkeitsbereich bestens informiert zu sein.
Nach der Phase der Konstituierung nach der zurückliegenden Kommunalwahl hat nunmehr die SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Nord einen ersten Stadtteilspaziergang durch Eckesey vorgenommen.
Als gewählter Politiker im dortigen Wahlkreis führte Sven Söhnchen seine Genossen durch den Stadtteil. Auffällig bei dem Rundgang war, dass die positiven Entwicklungen der vergangenen Jahre mittlerweile bei einer solchen Führung deutlich überwiegen. Der Sozialstadtteil Eckesey beheimatet sowohl die neue Feuerwehr der Einheiten Boelerheide, Altenhagen und Eckesey, den Werkhof, die Johanniter-Unfall-Hilfe, viele Wohneinheiten der Diakonie-Einrichtung "Bethel vor Ort", die Blinden-Werke und Wohnstätten, sowie das Altersheim von Wohlbehagen am Lukaspark. Vorzeigeobjekte, auf die der Stadtteilpolitiker stolz ist und die das Bild des früher oftmals verrufenen Stadtteils in den vergangenen Jahren wesentlich verändert hat.
Dennoch verschließt weder Söhnchen, noch seine aktiven Weggefährten in der SPD, die Augen vor weiteren Problemstellungen im Quartier.
Die fünfköpfigen Delegation schaute sich dabei vor allem nach Punkten um, die in der politischen Diskussion der kommenden Monate in der Bezirksvertretung relevant werden könnten. In die politische Diskussion werden die Sozialdemokraten beispielsweise die Umwidmung des Teilbereiches der Eckeseyer Strasse, welche durch den Ortskern führt, in eine durchgehende Tempo-30-Zone bringen. Mit den Wirtschaftsbetrieben soll darüberhinaus eine Regelung zum zeitnahen Abbau von Gehwegsicherungen führen, welche ihre Notwendigkeit unlängst verloren haben und mittlerweile eher konterkarierend im Weg stehen.
Besorgt zeigt sich Söhnchen beim Stadtteilspaziergang noch um eine Brachfläche an der Herderstrasse, welche sich zunehmend zu einem Angstraum entwickelt. Hier wird die SPD im Norden versuchen, durch ein gemeinsames Gespräch mit der Stadt und ansässigen Kleingärtnern eine langfristige Änderung herbeizuführen.
SPD-Fraktionssprecher Günter Mosch zeigte sich vom Rundgang durch Eckesey sehr zugetan.
"Dieser Stadtteil hat sein Gesicht wesentlich verändert und ist weit vom Image des früheren Stiefeskindes entfernt", so Mosch. Und auch der stellvertretende Bezirksbürgermeister Andreas Schumann sieht wenig eigene Schwierigkeiten in Eckesey. "Wie Verwaltung und Politik es schaffen, dass Hausbesitzer nicht ihre Immobilien selber vermüllen lassen und wie wir eine adäquate Reinhaltung der Gehwege und Strassen gewährleisten können, ist nun wirklich kein primäres Eckeseyer Problem. Die SPD wird es zuerst parteiintern und dann innerhalb der zuständigen politischen Themen klären", verweist Schumann auf ein anstehendes Gespräch der Nord-Fraktion mit dem HEB-Aufsichtsratsvorsitzenden und Bürgermeister Horst Wisotzki.
Peter Timm, Vorhaller Bezirksvertreter der Genossen, hat die Fraktionskollegen schon zu einem nächsten Rundgang eingeladen – inklusive der Betrachtung von Hagens neustem Slapstick-Politikum: der bedingt denkmalschützenswerten Turnhalle an der Nöhstrasse.