Existenz der Enervie wird nicht in Frage gestellt

Dass sich die Arbeitnehmer der Enervie Sorgen um die Zukunft ihres Unternehmens machen, ist angesichts der wirtschaftlichen Entwicklung des Unternehmens und der anstehenden einschneidenden Änderungen mehr als verständlich.

Das von der SPD Fraktion entwickelte Konzept sichert die Hagener Wasserproduktion und -verteilung und damit die Arbeitsplätze in diesem Bereich. Die bisherige Aufgabe der Wasserversorgung verbleibt in vollem Umfang in Hagen, hier wird investiert und nicht in eine Beteiligung an mehrheitlich Dortmunder und Bochumer Unternehmen. Es müssen weder Arbeitsplätze abgebaut noch verlagert werden.

Allerdings ist vorgesehen, dass die Wirtschaftsbetriebe Hagen (WBH), eine Anstalt des öffentlichen Rechts, schrittweise Eigentümerin des Wassernetzes und der Erzeugung werden. Das sichert der Enervie zusätzlich über mehrere Jahre dringend benötigte Liquidität, ein Effekt, den die Arbeitnehmer im Sinne der Sicherung ihrer Arbeitsplätze eigentlich begrüßen müssten!

Es geht auch nicht um eine Filetierung der Enervie und auch nicht um einen Einschnitt in das Kerngeschäft der Enervie oder der Mark E.

Die Wassersparte ist erst seit 2002 (Übergang Stadtwerke Hagen auf Mark E) bzw. seit 2006 (Zusammenschluss der Stadtwerke Lüdenscheid mit Mark E) ein Geschäftsfeld der früheren Elektromark und heutigen Enervie.

Viele Jahrzehnte in der mehr als 100-jährigen Geschichte des regionalen Energieversorgers Elektromark, Mark E bzw. Enervie, erfolgte die Wasserversorgung außerhalb des Unternehmens in Hagen und auch in Lüdenscheid.

Mit dem Vorschlag der SPD Fraktion ist eine Diskussion über die Sicherung des politischen Einflusses der Stadt Hagen auf wichtige Felder der Daseinsvorsorge eröffnet worden. Fällt die Entscheidung zu Gunsten der Aufgabe des Standortes „Wasserwerk Hengstey“, wie es der Vorstand der Enervie und der Oberbürgermeister wollen, ist dies in der Zukunft nicht mehr rückholbar. Deshalb muss es nicht nur erlaubt sondern Verpflichtung sein, Alternativen zu entwickeln.

Die SPD Fraktion wird – wie in der Vergangenheit – ein Garant für die Sicherung der Belange der Arbeitnehmer in den kommunalen Unternehmen sein.