Integrationsrat muss bei Suche nach Partnerstadt federführend sein

„Wenn die Suche nach einer türkischen Partnerstadt jetzt durch die CDU einen parteipolitischen Anstrich bekommt, dann ist das der Sache selbst wenig dienlich“, kommentiert der SPD-Fraktionsvorsitzender Mark Krippner die Ankündigung der CDU, sich gemeinsam mit dem Städtepartnerschaftsverein „um die Sache kümmern zu wollen“.
Krippner weist darauf hin, dass man sich bereits Ende Oktober im Ältestenrat darauf verständigt hat, dass eine weitere Städtepartnerschaft, und zwar mit einer türkischen Stadt, durchaus wünschenswert sei. Im vergangenen Jahr waren zwei türkische Städte auf Hagen zugekommen. Im Ältestenrat sei aber auch klar und deutlich festgelegt worden, dass weitere, möglicherweise sinnvollere Vorschläge, im Integrationsrat und im Dialog mit dem Städtepartnerschaftsverein erörtert werden sollen.
„Wenn die CDU jetzt in eigenen Arbeitskreisen ihr eigenes Süppchen kochen möchte, dann ist das kontraproduktiv für das gesamte Verfahren. Für uns ist es wichtig, dass der Integrationsrat bei der Suche und Festlegung auf eine türkische Partnerstadt federführend ist und bleibt.“
So habe es beispielsweise über die UETD Hagen (Union Europäisch-Türkischer Demokraten) erste Kontakte zum Istanbuler Stadtteil Sultanbeyli gegeben. Eine Delegation aus dem rund 300000 Einwohner zählenden asiatischen Stadtteil Istanbuls war sogar schon in Hagen zu Gast. „Wir selbst hatten auf Einladung der gastgebenden UETD Gelegenheit, uns mit den Vertretern des Bündnisses der Hagener Muslime und der Gäste aus Istanbul auszutauschen. In dieser Form des gegenseitigen Kennenlernens wird die SPD das Thema auch weiterhin begleiten“, so Krippner und verweist noch einmal auf ein parteiübergreifendes Verfahren. „Wenn der Integrationsrat Vorschläge gemacht hat, dann können wir gemeinsam über das Für und Wider beraten. Es kann und darf nicht sein, dass jetzt einzelne Parteien wie die CDU vorpreschen. So kommen wir ganz sicher nicht zum gemeinsamen Ziel.“