SPD-Delegation knüpfte Kontakte auf dem Städtetag in Dresden

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Münchens Alt-Oberbürgermeister Christian Ude, Dortmunds stellv. SPD-Fraktionsvorsitzender Volkan Baran, Maltepes Bürgermeister Ali Kilic, Hagens SPD-Fraktionsvorsitzender Mark Krippner und Hannovers Alt-OB Herbert Schmalstieg (v.l.) auf dem Städtetag in Dresden

Mit einer „Dresdner Erklärung“ ging am Donnerstag der Deutsche Städtetag in der sächsischen Landeshauptstadt zu Ende, an dem auch der SPD-Fraktionsvorsitzende Mark Krippner als ordentliches Mitglied für die SPD-Ratsfraktion und als Gäste der SPD-Ratsherr Günter Stricker sowie Fraktionsgeschäftsführer Andreas Reitmajer teilnahmen.

Die SPD-Delegation begrüßte die Erklärung, in der sich die Städte in Deutschland für den sozialen Zusammenhalt und gerechte Teilhabechancen ihrer Bürgerinnen und Bürger einsetzen. Sie appellieren an Bund und Länder, gleichwertige Lebensverhältnisse in der Bundesrepublik zu sichern und bei der Neuordnung der Finanzbeziehungen zwischen Bund, Ländern und Kommunen finanzielle Gestaltungsspielräume für alle Städte zu schaffen. „Wir sehen doch gerade hier in Hagen ganz deutlich, was passiert. Trotz guter Konjunktur und unserer Konsolidierungsbemühungen wachsen die Unterschiede zwischen finanzstarken und finanzschwachen Kommunen und Regionen weiter.

Wir konsolidieren und der Schuldenberg wird trotzdem größer. Wir dürfen aber den Anschluss nicht verlieren. Das gilt für den Arbeitsmarkt ebenso wie für Bildung, Kultur, Sport und soziale Angebote in unserer Stadt." Daher sei die Forderung, dass Bund und Land Verantwortung für strukturschwache Städte zeigen und sie gezielt fördern müssen, nur folgerichtig.

Das Treffen von mehr als 1000 Delegierten und Gästen stand unter dem Motto "Wachsendes Gefälle zwischen den Städten – Entwicklungschancen für alle sichern."

Am Rande der Veranstaltung knüpfte der SPD-Fraktionsvorsitzende erste Kontakte zu Münchens Altbürgermeister Christian Ude, der in Dresden zum Ehrenmitglied des Deutschen Städtetages ernannt wurde. Ude sprach sich in seiner Rede vor der Vollversammlung für intensivere Kontakte und Partnerschaften zwischen deutschen und türkischen Städten aus. Ude war in Dresden in Begleitung seines türkischen Freundes Ali Kilic, der lange in München gelebt hat und kürzlich zum Bürgermeister des Istanbuler Stadtteils Maltepe gewählt wurde. Gemeinsam laden die beiden Politiker im Oktober zu einer „deutsch-türkischen Kontaktbörse“ ein. „Da Hagen auf der Suche nach einer türkischen Partnerstadt ist, habe ich natürlich gleich mit Christian Ude und Ali Kilic gesprochen und Interesse angemeldet. Auch Maltepe, ein Stadtteil mit 500 000 Einwohnern auf der asiatischen Seite von Istanbul, hat bislang noch keine Partnerstadt.“
In Hagen, so Krippner, lebten fast 8000 Bürger mit türkischer Staatsangehörigkeit. Damit bilden sie die größte Nationalitätengruppe. „Daher ist es an der Zeit, dass wir möglichst bald eine türkische Partnerstadt finden“, so Mark Krippner.