Grüne auf schulpolitischen Abwegen

„Was die Grünen hier in Hohenlimburg schulpolitisch veranstalten, ist nicht mehr nachvollziehbar. Warum hat Frau Pfefferer die Einführung von Starterklassen an der Berchumer Grundschule nicht schon im Schulausschuss gestellt?“, fragt sich die Hagener SPD Fraktionsvorsitzende Mark Krippner nach der letzten Ratssitzung. Dort hatten die Grünen mit ihrem plötzlich gestellten Antrag für erhebliche Irritationen gesorgt, war das Konzept für die Berchumer Schule als Teilstandort der Heideschule doch quasi schon unter Dach und Fach. „Jetzt müssen wir wieder auf eine Genehmigung aus Arnsberg warten“, so Krippner.
Werden die Starterklassen in Berchum genehmigt, kann die Schule vorerst eigenständig bleiben. Der Nachteil: Die Kinder für die Starterklassen müssen aus dem gesamten Bezirk nach Berchum gefahren werden.
Die SPD hat im Rat aber dafür gesorgt, dass die Verbundschule aber weiterhin im Rennen ist. „Kommt die Genehmigung aus Arnsberg nicht, dann werden wir unseren alten Plan weiterverfolgen. Für die SPD ist es ganz wichtig, dass der Schulstandort, wie auch immer, erhalten bleibt.“

Besonders froh ist Ramona Timm-Bergs über die klare Ratsentscheidung in Sachen Pestalozzi-Schule. Die Schule wird in Zukunft sowohl von der VHS als auch von der Primarstufe der Wilhelm-Busch-Förderschule genutzt, die von Halden an die Lenne ziehen wird. „Damit ist gewährleistet, dass die Schule und damit auch die Turnhalle für den TuS Oege erhalten bleibt“, so Timm-Bergs.

Bestätigt fühlt sich die sozialpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion auch nach den jüngsten Äußerungen von Oberbürgermeister Erik O. Schulz. „Wir als SPD haben schon im vergangenen Jahr mit der ersten Flüchtlingswelle die Forderung nach mehr Personal und einer besseren Koordination der Flüchtlingsaufnahme in Hagen gestellt. Damals hat man uns mehr oder weniger zu verstehen gegeben, dass unsere Forderungen unrealistisch und nicht zu erfüllen sind. Niemand wollte sehen, dass der Druck immer größer wird“, so Timm-Bergs. Die von jetzt von Schulz angekündigte Benennung eines Flüchtlingsbeauftragten für die Stadt sei zwar viel zu spät gekommen, aber richtig. „Besser jetzt als nie“, so die sozialpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion mit Blick auf den weiteren Zustrom von Flüchtlingen.