Grüne leiden bei den Kita-Gebühren an Realitätsverlust

Hagen. Dass die Grüne Ratsfraktion in Hagen nur noch als Anhängsel der CDU gilt, dürfte mittlerweile hinlänglich bekannt sein.

„Dass der Realitätsverlust aber schon derart fortgeschritten ist, dass die Grünen die von der Westfalenpost verglichenen Kita-Gebühren in Hagen mit den Nachbargemeinden anzweifeln, ist erschreckend“, sagt Ramona Timm-Bergs, jugendpolitische Sprecherin der SPD-Ratsfraktion und Vorsitzende des Sozialausschusses zu einer kürzlich veröffentlichen Pressemitteilung der Grünen.

Ramona Timm-Bergs

 

Darin rechtfertigt die Grüne Fraktionsfrau Karin Köppen die hohen Hagener Kita-Gebühren mit der schlechten Haushaltslage der Stadt. „Simpler geht es wohl nicht mehr. Die Grünen haben anscheinend immer noch nicht begriffen, dass wir in Hagen alle Anstrengungen unternehmen müssen, um endlich ein familienfreundlicheres  Klima zu schaffen“, so Ramona Timm-Bergs.

 

Auch sei seinerzeit nicht, wie von den Grünen behauptet, der aktuellen Gebührenordnung fraktionsübergreifend zugestimmt worden. „Unsere Ratsfraktion hat die darin verankerte Gebührensteigerung von 2 Prozent jährlich abgelehnt und auf die Gebührenbefreiung bis 24 000 Euro Jahreseinkommen gedrängt“, stellt die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende klar. Verdienten Familien mehr Geld im Jahr, müssten sie Elternbeiträge zahlen, und diese Beiträge stiegen je nach Einkommen exorbitant an.

 

„Wer wie die Grünen behauptet, in der Gebührentabelle seien weitere soziale Komponenten enthalten, der sollte mal mit Eltern reden, die aufgrund der hohen Belastungen an einen Ortswechsel denken“, rät Ramona Timm-Bergs. Daher habe die SPD-Fraktion immer wieder den Versuch gestartet, zumindest die automatische Erhöhung zu stoppen. „Leider vergeblich, weil auch die Grünen dagegen gestimmt haben. Dabei wäre der städtische Haushalt sicher nicht zusammengebrochen, sprechen wir hier doch von rund 120 000 Euro im Jahr.“