NEWSLETTER ** 21.02.2019

Ratssitzung vom 21. Februar 2019

 

Henning Keune zum Technischen Beigeordneten gewählt

Nach dem Ausscheiden unseres Beigeordneten Thomas Grothe wird der Genosse Henning Keune (55) ab Mai dieses Jahres das Amt des Technischen Beigeordneten in unserer Stadtverwaltung übernehmen. Er wurde am Donnerstag vom Rat einstimmig für zunächst acht Jahre in sein Amt gewählt.

„Wir sind froh und glücklich darüber, mit Hennig einen so kompetenten und dialogfreudigen Dezernenten gefunden zu haben, der in den kommenden Monaten gemeinsam mit seiner Frau und seiner Tochter von Villingen-Schwenningen nach Hagen ziehen wird“, freut sich Claus Rudel als Fraktionsvorsitzender auf die Zusammenarbeit mit dem gebürtigen Bochumer. Der studierte Raumplaner und Bauassessor ist aktuell Leiter des Amtes für Stadtentwicklung in Villingen-Schwenningen im Schwarzwald. Mit seinem Amtsantritt kehrt er nach vorausgegangenen Stationen in Chemnitz und Weinheim wieder zurück in Richtung Ruhrgebiet.

In seiner Heimatstadt Bochum trat Henning bereits mit 17 bei den Jusos ein. Er stammt aus einer sozialdemokratischen Familie, engagierte sich in der Bochumer SPD, absolvierte seinen Zivildienst bei der Arbeiterwohlfahrt und war an der Bochumer Ruhruniversität im AStA aktiv. Sein Studium absolvierte er an der TU-Dortmund.

In den Wäldern rund um Hagen wird Hennig Keune seine Naturverbundenheit sicher genießen können. Er wandert gerne und ist mit seinem E-Mountainbike auf Wald- und Feldwegen unterwegs.

 

Bebauungsplanverfahren in Wehringhausen nicht zugelassen

Oberbürgermeister Schulz hat gestern im Rat unseren Antrag, ein geregeltes Bebauungsplanverfahren für den Block 1 in Wehringhausen einzuleiten, nicht zur Abstimmung gestellt. Die BV-Mitte hatte den Rat um dieses Verfahren gebeten, um eine Bürgerbeteiligung und ein rechtlich fundiertes Genehmigungsverfahren für das GWG-Bauvorhaben zu gewährleisten. Vielmehr hat Schulz gegen unseren Protest dafür gesorgt, dass der kurz vor der Ratssitzung eingereichte Antrag von Hagen Aktiv zur Abstimmung kam und mit Hilfe der Allianz von CDU, FDP und Grünen eine Mehrheit fand. Diese Ratsentscheidung wird nach unserer Ansicht dazu führen, dass die Baugenossenschaft jetzt nach § 34 Baugesetzbuch den gesamten Wohnblock kurzfristig abreißen darf, um dort ihre bekannten Baupläne (Supermarkt mit Parkdeck auf dem Dach und Kindergarten) verwirklichen zu können.

Laut Antragsbeschluss soll dem Bauverfahren eine Bürgerbeteiligung vorausgehen, die die GWG laut Oberbürgermeister Schulz freiwillig zulassen will. Wie dieses Verfahren praktisch umgesetzt werden soll und welche Ziele damit erreicht werden können, geht aus dem Beschluss allerdings nicht hervor.

Die SPD-Fraktion ist enttäuscht und kritisiert heftig, dass der Rat mit der Genehmigung dieses vereinfachten Bauverfahrens nun endgültig sein Mitspracherecht und seine städtebauliche Gestaltungskompetenz für das Areal an der Lange Straße in Wehringhausen aus der Hand gegeben hat.