Die SPD-Fraktion im Regionalverband Ruhr (RVR) in Hagen

Dietmar Thieser (stellv. Vorsitzender der RVR SPD-Fraktion), Verbandsdirektorin Karola Geiß-Netthöfel, Bruno Sagurna (stellv. Vorsitzender der RVR SPD-Fraktion), Martina Schmück-Glock (Vorsitzende der RVR SPD-Fraktion), Claus Rudel (Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion), Olaf Schade (Landrat des EN-Kreises) und RVR Dezernentin Nina Frense.

Der Regionalverband fordert Hagen zum Handeln auf.

 

 

Während Hagens Nachbarstädte Herdecke, Wetter, Witten und Hattingen kürzlich gemeinsam dem Regionalverband Ruhr eine umfassende Projektsammlung zur kulturellen und touristischen Entwicklung des Ruhrtals unter dem Titel „Perlenkette an der Ruhr“ vorstellten, herrscht in Hagen mit Blick auf die Entwicklung des Südufers des Hengsteysees noch viel Ungewissheit.

Darauf machten jetzt Karola Geiß-Netthöfel, Direktorin des Regionalverbands Ruhr (RVR), und Umweltdezernentin Nina Frense im Rahmen einer Sitzung der SPD-Fraktion im RVR aufmerksam. Die Fördermöglichkeiten im Rahmen der Internationalen Gartenausstellung 2027 könnten nur genutzt werden, wenn man mit den Planungen nicht in Verzug gerät.

„Bis Ende des Jahres müssen die konkreten Förderanträge vorliegen. Ich würde mich freuen, wenn alle Akteure sich jetzt umgehend an die Arbeit machen und sich dabei vor allen Dingen mit den Nachbarstädten vernetzen. Es ist wichtig, dass das Ruhrtal ein einheitliches Bild abgibt“, so die Direktorin.

RVR-Umweltdezernentin Nina Frense argumentierte unter dem Tagesordnungspunkt „Projekte und Initiativen im Ruhrtal und in Hagen“ in die gleiche Richtung und legt der Stadt ans Herz, sich mit den Altlasten auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs am Hengsteysee zu beschäftigen. „Wir brauchen dringend eine Altlastenabschätzung, um weitere Planungen vorantreiben zu können.“

Erschwerend kommt hinzu, dass die Bahn ihr Gelände zwar verkauft hat, es aber nicht als Bahnareal entwidmen lassen will, weil nach wie vor der Bau eines Umspannwerkes auf dem Grundstück geplant ist. „Auch dieses Problem muss die Stadt offensiv angehen und klären.“

Landrat Olaf Schade, der in der Sitzung die Planungen der Ruhranliegerstädte aus dem EN-Kreis vorstellte, wünscht sich ebenfalls einen regen Austausch und ein gemeinsames Auftreten der Ruhrstädte inklusive Hagen. „Eine gute Kooperation ist wichtig und wird sicherlich zum Gelingen des gesamten Projektes führen.“

Erst in der letzten Ratssitzung hatte OB Erik O. Schulz die Entwicklung eines Freizeitareals entlang des Harkort- und Hengsteysees als eines seiner wichtigsten Zukunftsvorhaben für die kommenden Jahre eingestuft.

Hagens SPD-Fraktionsvorsitzender Claus Rudel musste aber gegenüber den aus dem gesamten Ruhrgebiet nach Hagen angereisten Verbandsvertretern konstatieren, dass dem Rat neben den Lippenbekenntnissen des OB, einem bunten Plan und ein paar Tabellen bislang keine konkreten Zielsetzungen vorliegen. „Auf der politischen Ebene gibt es mit unseren Nachbarn in der Sache überhaupt keinen Dissens. Aber auch wir haben in den letzten Monaten gespürt, dass da verwaltungsseitig nichts läuft und nehmen daher die gewonnenen Erkenntnisse zum Anlass, den OB mit entsprechenden Anfragen und Anträgen in den Fachausschüssen und im Rat endlich zum Handeln zu bewegen.“

Dietmar Thieser, der sowohl der Hagener Ratsfraktion als auch der RVR-Fraktion angehört, wird dabei ein waches Auge auf die anstehende Planungsarbeit und die Kooperationsbereitschaft der Hagener Stadtspitze haben. „Wir werden unseren neuen Stadtbaurat Henning Keune sicherlich umgehend auf das brisante Thema aufmerksam machen und einen gemeinsamen Weg hin zu einer erfolgreichen Planung und Umsetzung finden.“